„Paket“-Drohen über Deutschland ?

Schon heute ist die Auslieferung von Paketen mit vielen Schwierigkeiten und unabwägbaren Hindernissen verbunden. Berufsverkehr, Beladung und viele Treppenstufen manchen es den Servicekräften oft nicht einfacher beim Kunden bestellte Waren abzuliefern. Dagegen wäre es doch deutlich einfacher, die Pakete und Päckchen direkt über die Kürzeste Strecke – also den Luftweg auszuliefern.

Innovative Transporttechnik

Gerüchte gab es in der Vergangenheit viele, aber als einer der ersten Logistikriesen veröffentlichte der Handelskonzern Amazon die Nachricht an einer Auslieferungsdrohne zu arbeiten. Daraufhin reagierte auch die deutsche Post in Form des DHL, der ebenfalls die Entwicklung innovativer, neuer Drohnen zur Belieferung von Apotheken mit Arzneimitteln arbeitet. Erste Versuche und Testläufe waren bislang sehr vielversprechend. Beim Jungfernflug legten die in der Flugmodellcommunity als Quadrocopter bekannten Drohnen etwa 1 Kilometer pro Minute zurück- eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde und das ohne Umwege direkt zum Ziel in 50 Metern Höhe über dem Boden.

Für den Testlauf wurden die Drohnen noch von aus Sicherheitsgründen per Hand gesteuert, was aber auch problemlos per GPS Steuerung umsetzbar gewesen wäre – Die Technik ist in diesem Bereich schon sehr ausgereift. Eine hohe Stabilität und präzise Manöver lassen sich mit den etwa 6 Kilogramm schweren Drohnen durchführen. Über Reichweite, maximale Traglast und Sicherheitssysteme schweigt das Unternehmen bislang. Auf jeden Fall steckt hier die Forschung noch in den Kinderschuhen.

Einen ähnlichen Ansatz mit dem Namen Octocopter verfolgt auch der Amazon Gründer Jeff Bezos, der damit die Auslieferungszeit im Nahgebite auf 30 Minuten reduzieren möchte. Doch auch hier hapert es bislang an Sicherheitssystemen, die die Kollision mehrerer Quadrocopterdrohnen mit anderen Flugobjekten verhindern- dem gleichen Grund weshalb die Eurohawkdrohne ihre Zulassung wohl nicht bekommen hatte.

Fazit

Der Vorstoß der Logistikbranche und deren Marktführer in neue, innovative Transportsystem und deren Entwicklung ist grundsätzlich eine gute Entwicklung. Nichts desto trotz seiht die Realität anders aus. Die größte europäische Drohne mit dem Namen Eurohawk, geplant und entwickelt in Kooperation der Bundeswehr und des weltweiten Spezialisten für Waffentechnik, dem Multimillarden schweren Rüstungskonzern EADS . Auch dem ist es nach neusten Erkenntnissen mit dem aktuellen Stand der Technik und höchsten Anstrengungen und hohen Investitionen im dreistelligen Millionebereich nicht gelungen alle Voraussetzungen für ein in Europa und den USA zulassungsfähiges selbständig oder fernbedientes Drohengefährt zu konstruieren.
Da dürfte es Amazon, die deutsche Post bzw. der DHl auch schwer haben. Vor allem vor dem Hintergrund eines Absturzes und dessen Folgen ist mit aktueller Technik und auch im Hinblick auf die Kosten und die aktuellen Antriebssysteme noch viel Forschung und Entwicklung besonders im Grundlagenbereich nötig. Trotzdem lohnt es sich an diesem Konzept weiter festzuhalten und die Technische Entwicklung steht’s im Auge zu haben.

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